1. Grundlagen
Der grundlegende Aufbau und die Funktionsweise dieses Bauteils werden im Grundlagen-Kapitel Transistoren und Speicher erklärt. Im Folgenden geht es um die Fertigung im Detail.
Der grundlegende Aufbau und die Funktionsweise dieses Bauteils werden im Grundlagen-Kapitel Transistoren und Speicher erklärt. Im Folgenden geht es um die Fertigung im Detail.
Grundlage für einen n-Kanal-Feldeffekttransistor ist ein p-dotiertes Siliciumsubstrat, als Dotierstoff dient Bor.
Auf dem Substrat wird Siliciumdioxid SiO2 (das Gateoxid, kurz GOX) in einer Trockenoxidation erzeugt. Es dient zur Isolation zwischen dem später abgeschiedenen Gate und dem Substrat.
In einem LPCVD-Prozess wird Nitrid abgeschieden, es dient später bei der Feldoxidation als Maskierung.
Auf dem Nitrid wird ein Fotolack aufgebracht, belichtet und entwickelt. So erhält man eine strukturierte Lackschicht, die als Ätzmaske dient.
Der Lack maskiert das Nitrid, lackfreie Bereiche werden mittels reaktivem Ionenätzen entfernt.
Nach der Strukturübertragung der Lackmaske in das Nitrid, wird der Resist mit einer Entwicklerlösung nasschemisch entfernt.
Das Nitrid dient als Maske, nur auf den Nitrid freien Bereichen findet eine thermische Nassoxidation statt. Das Feldoxid (FOX, z.B. 700 nm) dient zur seitlichen Isolation zu benachbarten Bauteilen.
Nach der Oxidation wird das Nitrid in einem nasschemischen Ätzprozess entfernt.
In einem LPCVD-Prozess wird polykristallines Silicium abgeschieden.
Auf dem Polysilicium wird eine Lackschicht als Ätzmaske strukturiert.
Der Fotolack dient wiederum als Lackmaske, in einem reaktiven Ionenätzschritt wird das Silicium strukturiert. Es dient als Gateelektrode zur Steuerung des Transistors.
Der Lack wird nach dem Ätzschritt wieder nasschemisch entfernt.
Nachfolgend wird ein dünnes Oxid, das Postoxid abgeschieden. Es dient zum einen als Schutz der Gateelektrode, zum anderen als Spacer für die Source-/Drainimplantation.
In einem Implantationsschritt mit Phosphorionen werden das Source- und Draingebiet n-dotiert. Da die Gateelektrode als Implantationsmaske dient und so die Weite des n-Kanals zwischen Source und Drain vorgegeben ist, bezeichnet man dies als Selbstjustierung. Über die Breite der Spacer kann der Abstand der eingebrachten Fremdatome zum Gate je nach elektrischen Anforderungen exakt eingestellt werden.
Als Isolation zu darüberliegenden Metallisierungsschichten, wird ein Oxid (das Zwischenoxid, kurz ZOX, z.B. 700 nm) abgeschieden. Dies geschieht in einem LPCVD-Prozess mit TEOS, welches eine gute Kantenbedeckung bietet.
Darüber wird eine weitere Lackschicht strukturiert und in einem isotropen Ätzprozess die Kanten der Kontaktlöcher verrundet.
Anschließend werden die Kontaktlöcher in einem anisotropen Ätzprozess bis zu den n-dotierten Gebieten und zum Gate freigelegt.
Die Kontaktlöcher werden in einem Sputterprozess mit Aluminium aufgefüllt.
In einem letzten Lithografieschritt wird eine weitere Lackschicht strukturiert.
Die Lackstrukturen werden in einem anisotropen Trockenätzschritt in die darunterliegende Metallisierungsebene übertragen.
Abschließend wird der Resist entfernt, zurück bleiben Aluminiumleiterbahnen zur Ansteuerung des Transistors.
Der tatsächliche Aufbau eines Transistors ist wesentlich komplexer. So können zusätzliche Planarisierungsschichten zur Unterstützung der lithografischen Prozesse zum Einsatz kommen und auch mehrere Drain-/Sourceimplantationen erfolgen um die Einsatzspannung exakt einzustellen. Ebenso sind weitere Spacer ("Abstandshalter") am Gate möglich, um die Kanallänge exakt zu justieren bzw. das Dotierprofil zu beeinflussen.