Der Fotolack

Abschnittsübersicht

1. Lacktechnik

Es gibt Positiv- und Negativlacke, die bei unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt werden. Während beim Positivlack die belichteten Stellen löslich werden, werden bestrahlte Bereiche beim Negativlack für die Entwicklerlösung unlöslich.

Charakteristik der Positivlacke:

  • sehr gute Auflösung
  • stabil in der Entwicklerlösung
  • in Laugenlösungen entwickelbar
  • nur bedingt resistent gegen Ätzung und Implantationsprozesse
  • schlechte Haftung auf dem Wafer

Charakteristik der Negativlacke:

  • sehr empfindlich (exaktere Strukturierung bei der Belichtung möglich als Positivlack)
  • gute Haftung
  • resistent gegen Ätzverfahren und Implantation
  • billiger als Positivlack
  • geringe Auflösung
  • Xylol-Entwickler (giftig)

Zur Strukturierung der Wafer in der Fertigung werden fast ausschließlich Positivlacke verwendet. Negativlacke finden meist als Passivierungsschicht (Fotoimidschicht) Anwendung, die mittels UV-Licht ausgehärtet werden können. Sofern im Text keine Angaben zum Lack gemacht werden, handelt es sich um Positivlack; bei Negativlack wird dies ausdrücklich erwähnt.

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