1. Ein Kondensator statt sechs Transistoren
Wo die SRAM-Zelle ihr Bit als stabilen Schaltzustand zweier rückgekoppelter Inverter hält, geht die DRAM-Zelle (Dynamic Random Access Memory) einen fundamental anderen Weg: Sie speichert die Information als elektrische Ladung auf einem einzelnen Kondensator. Ein einzelner NMOS-Transistor genügt, um diesen Kondensator gezielt mit der Bitleitung zu verbinden oder von ihr zu trennen – daher die Bezeichnung 1T1C-Zelle (ein Transistor, ein Kondensator).
Diese radikale Reduktion auf zwei Bauelemente statt sechs macht DRAM erheblich dichter und günstiger pro Bit als SRAM – Hauptspeicher wird deshalb praktisch ausschließlich in DRAM ausgeführt. Der Preis dafür: Die gespeicherte Ladung ist nicht stabil. Sie fließt über parasitäre Leckpfade langsam ab, weshalb jede Zelle regelmäßig aufgefrischt werden muss, um den Inhalt nicht zu verlieren – daher „dynamisch“.