1. Aufgaben der Verkapselung
Nach dem Bonding ist der Die elektrisch vollständig mit seinem Substrat verbunden, liegt jedoch noch offen und ungeschützt vor. Im letzten wesentlichen Schritt der Montage wird der Die deshalb in eine schützende Vergussmasse eingebettet – diesen Vorgang bezeichnet man als Verkapselung oder Molding.
Die Verkapselung als Teil des gesamten Packaging-Prozesses erfüllt dabei mehrere grundlegende Aufgaben:
- Schutz der Schaltung vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit, Staub und mechanischer Beschädigung
- Führung der empfindlichen Kontakte auf dem Chip in robuste, handhabbare Anschlüsse nach außen
- Versorgung der Schaltung mit elektrischer Energie über die Gehäuseanschlüsse
- Abfuhr der im Betrieb entstehenden Verlustleistung
- Verteilung von Signalen und Daten zwischen Chip und umgebender Schaltung
Der Trend in der Gehäusetechnik geht dabei zu immer kleineren und dünneren Gehäusen (Chip Size Package, CSP), bei denen das fertige Gehäuse in Länge und Breite nur noch unwesentlich größer ist als der eigentliche Chip, typischerweise um einen Faktor von etwa 1,2 [1].