1. Einordnung
Ein Prozessor (CPU, Central Processing Unit) ist das „Gehirn" eines Computers – aber anders, als es dieses Bild vermuten lässt, denkt er nicht selbst, sondern arbeitet stur eine Liste von Befehlen ab, die im Speicher liegt. Diese Liste heißt Programm, jeder einzelne Eintrag ist ein Maschinenbefehl (z. B. „addiere zwei Zahlen" oder „lade einen Wert aus dem Speicher"). Ein Speicherbaustein wie SRAM oder DRAM kann Daten nur halten und bei Bedarf herausgeben – der Prozessor dagegen verarbeitet diese Daten aktiv: Er liest Befehle, versteht sie und führt sie aus, einen nach dem anderen, milliardenfach pro Sekunde. Alles, was ein Computer „tut" – von einer einfachen Addition bis zum Rendern eines Videos – ist letztlich eine sehr lange Kette solcher einfachen Einzelschritte.