Bulk-Wafer sind Standardware: großflächig verfügbar, seit Jahrzehnten auf hohe Ausbeute optimiert und vergleichsweise günstig. SOI-Wafer benötigen dagegen einen zusätzlichen Fertigungsschritt, um die vergrabene Oxidschicht überhaupt erst zu erzeugen – meist durch Wafer-Bonding (zwei oxidierte Wafer werden verbunden, einer anschließend auf die gewünschte Dicke zurückgeschliffen) oder durch SIMOX (Sauerstoff-Ionenimplantation mit anschließender Temperung, die eine vergrabene Oxidschicht direkt im Wafer entstehen lässt). Beide Verfahren machen SOI-Wafer deutlich teurer als Bulk-Material.
Man unterscheidet außerdem zwischen PD-SOI (Partially Depleted) und FD-SOI (Fully Depleted): Bei PD-SOI ist die aktive Siliciumschicht dick genug, dass ein neutraler, „potentialfreier" Bereich im Kanal verbleibt – ähnlich wie bei Bulk, aber mit reduzierter Substratkapazität. Bei FD-SOI ist die Schicht so dünn, dass sie unter Betriebsspannung vollständig verarmt (kein neutrales Gebiet mehr übrig bleibt), was das Kurzkanalverhalten nochmals verbessert und heute vor allem in energieeffizienten und Mixed-Signal-Anwendungen genutzt wird.