EUV-Anlagen zählen zu den komplexesten Maschinen, die je gebaut wurden: Die Lichtquelle erzeugt ein Zinn-Plasma durch Beschuss winziger Zinntröpfchen mit einem Hochleistungslaser, wobei nur ein sehr kleiner Bruchteil der eingesetzten Energie tatsächlich als nutzbare EUV-Strahlung austritt. Jeder Spiegel im optischen Pfad reflektiert zudem nur einen Teil der Strahlung, sodass am Wafer nur noch wenige Photonen pro Pixel ankommen – das führt zu statistischem Rauschen (Schrotrauschen), das bei kleinsten Strukturen sichtbare Kantenrauigkeit verursacht. Hinzu kommt die Pellicle-Problematik: Eine Schutzfolie vor der Maske, die Partikelkontamination verhindert, muss bei EUV nahezu perfekt transparent für eine Strahlung sein, die von fast jedem Material absorbiert wird. Eine einzelne EUV-Anlage kostet dementsprechend deutlich über 150 Millionen US-Dollar.
DUV-Anlagen sind technologisch ausgereift, breit verfügbar und im Vergleich deutlich günstiger. Der Preis dafür ist die Multipatterning-Komplexität bei den kleinsten Strukturen: mehr Masken, mehr Prozessschritte, strengere Anforderungen an die Justiergenauigkeit (Overlay) zwischen den Teilbelichtungen – Kosten, die sich in die Gesamtfertigung statt in die Anlage selbst verlagern.