1. Registriergenauigkeit zwischen zwei Ebenen
Overlay bezeichnet die Registriergenauigkeit zwischen einer neu belichteten Lithografie-Ebene und der darunterliegenden, bereits strukturierten Ebene. Trifft eine Kontaktloch-Ebene nicht exakt auf die darunterliegende Metallisierung, entsteht ein hochohmiger oder ganz fehlender Kontakt – bei fortgeschrittenen Knoten mit Überlagerungstoleranzen im einstelligen Nanometerbereich reicht dafür schon eine geringfügige Verschiebung.
Anders als die Strukturgröße selbst betrifft Overlay nicht nur eine einzelne Ebene, sondern jedes Ebenenpaar, das zueinander ausgerichtet werden muss – bei einem modernen Logik-Prozess mit mehreren Dutzend Lithografie-Schritten sind das entsprechend viele einzelne Overlay-Budgets, die alle gleichzeitig eingehalten werden müssen. Ein Fehler auf nur einer dieser Ebenenpaarungen kann bereits den gesamten Die unbrauchbar machen, weshalb Overlay neben der reinen Strukturgröße zu den ausbeutebestimmendsten Messgrößen der gesamten Fertigung zählt.