1. Das Grundprinzip
Bei der 2.5D-Integration werden mehrere fertig prozessierte Dies nicht direkt übereinandergestapelt, sondern nebeneinander auf einem gemeinsamen Trägersubstrat – dem Interposer – platziert. Der Interposer selbst enthält keine aktiven Transistoren, sondern dient ausschließlich als hochdichte Verdrahtungsebene, die die einzelnen Dies untereinander sowie mit dem darunterliegenden Package-Substrat verbindet.
Der Name „2.5D“ verweist darauf, dass hier zwar eine zusätzliche vertikale Ebene hinzukommt – die Dies liegen auf dem Interposer, der wiederum über TSVs mit dem Package verbunden ist –, die eigentliche Chip-Integration aber weiterhin lateral (nebeneinander) erfolgt, im Unterschied zum echten, vertikal gestapelten 3D-Stacking des folgenden Kapitels. Diese laterale Anordnung vereinfacht die Wärmeableitung erheblich gegenüber gestapelten Dies, da jeder Chip direkten thermischen Kontakt zur darüberliegenden Kühllösung behält.