1. Grundlagen: Auflösung, INL/DNL, Settling Time
Ein Digital-Analog-Wandler (DAC, Digital-to-Analog Converter) erzeugt aus einem N-Bit-Digitalcode eine analoge Spannung oder einen analogen Strom aus 2N möglichen diskreten Ausgangswerten.
Zur Bewertung der Linearität dienen zwei Kenngrößen: Die DNL (Differential Non-Linearity) beschreibt die Abweichung des Abstands zweier benachbarter Ausgangscodes vom idealen LSB-Schritt – eine DNL ≤ –1 LSB führt zu nicht-monotonem Verhalten. Die INL (Integral Non-Linearity) beschreibt die kumulierte Abweichung der gesamten Übertragungskennlinie von der idealen Geraden.
Für die dynamische Bewertung ist die Settling Time entscheidend: die Zeit, bis der Ausgang nach einem Codewechsel innerhalb eines definierten Fehlerbands (z. B. ±½ LSB) einschwingt. Sie begrenzt die maximale Update-Rate des DACs und wird von der Bandbreite der Ausgangsstufe (häufig ein OpAmp-Puffer) mitbestimmt.