1. Vom Burn-in zum HTOL-Qualifikationstest
Das Grundprinzip des Burn-in sowie die Badewannenkurve der Ausfallrate wurden bereits im Kapitel Finaler Test und Binning eingeführt: Ein Stresstest bei erhöhter Spannung und Temperatur nimmt Frühausfälle durch versteckte Fertigungsdefekte vorweg, bevor die Bauteile den Kunden erreichen.
Für zuverlässigkeitskritische Anwendungen genügt ein einfacher, oft nur wenige Stunden dauernder Burn-in jedoch nicht immer. Die folgenden Abschnitte behandeln mit dem HTOL-Test (Highly Accelerated Temperature and Operating Life) ein standardisiertes, deutlich länger andauerndes Qualifikationsverfahren sowie das Arrhenius-Modell, mit dem sich aus kurzen, beschleunigten Tests auf die tatsächliche Feldlebensdauer eines Bauteils schließen lässt.