1. Grundprinzip des Regelkreises
Eine Phasenregelschleife (Phase-Locked Loop, PLL) ist ein Rückkopplungssystem, das die Phase und Frequenz eines internen Oszillators an ein Referenzsignal anpasst. Die drei Kernblöcke sind ein Phasendetektor, der die Phasendifferenz zwischen Referenz- und Rückkopplungssignal misst, ein Schleifenfilter, das dieses Fehlersignal glättet, und ein spannungsgesteuerter Oszillator (Voltage-Controlled Oscillator, VCO), dessen Ausgangsfrequenz proportional zur angelegten Steuerspannung ist und der typischerweise über einen Abstimmbereich von 20 bis 50 % der Mittenfrequenz verfügt.
Im eingerasteten Zustand (Lock) folgt die Phase des VCO-Ausgangs der Referenzphase mit einer konstanten, im Idealfall verschwindenden Restabweichung. Verändert sich die Referenzfrequenz oder driftet der VCO, sorgt die Rückkopplungsschleife dafür, dass die Steuerspannung des VCO nachgeregelt wird, bis der Phasenfehler wieder minimal ist; die dafür benötigte Einrastzeit (Lock Time) liegt je nach Schleifenbandbreite typischerweise im Bereich weniger Mikrosekunden bis einiger hundert Mikrosekunden.