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Engineering-Datenmanagement als Schlüssel für KI-gestützte Chipentwicklung

1. September 2026

Mit wachsender Komplexität moderner Chipdesigns verteilen sich Entwicklungsdaten zunehmend über verschiedene Standorte, Werkzeugketten und Teams hinweg. Dieses Whitepaper von Keysight beschreibt, wie die Plattform SOS Enterprise als zentrales Verwaltungssystem für Engineering-Daten und geistiges Eigentum (IP) fungieren soll, um diese Fragmentierung aufzulösen. Ziel ist es, Versionskontrolle, Nachverfolgbarkeit von IP-Blöcken und rollenbasierte Zugriffsrechte über global verteilte Entwicklungsteams hinweg konsistent durchzusetzen.

Ein zentraler Aspekt ist dabei die Governance von Designdaten: Durch auditierbare Prozesse und klar definierte Zugriffsrechte soll die Integrität von Designs auch bei paralleler Arbeit mehrerer Teams an unterschiedlichen Standorten gewährleistet bleiben. Dies ist besonders relevant für Unternehmen, die mit sensiblen IP-Bausteinen arbeiten und regulatorische oder vertragliche Anforderungen an Datensicherheit erfüllen müssen.

Datenbasis für KI-Anwendungen

Das Papier argumentiert, dass strukturierte und gut governte Engineeringdaten die Voraussetzung dafür sind, um firmeninternes Wissen für KI-gestützte Analyse- und Automatisierungswerkzeuge nutzbar zu machen. Ohne saubere Datenbasis und nachvollziehbare Herkunft von Designentscheidungen lassen sich moderne KI-Methoden im Entwicklungsprozess kaum sinnvoll einsetzen, da Trainings- und Referenzdaten sonst inkonsistent oder unvollständig sind.

Für Halbleiterunternehmen, die zunehmend auf verteilte Entwicklungsmodelle und Wiederverwendung bestehender IP setzen, positioniert sich ein solches Datenmanagementsystem als organisatorische Grundlage, um Entwicklungsrisiken zu reduzieren und Wissen über Projektgrenzen hinweg nutzbar zu machen.

Quelle: EE Times

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