Während in den Vorjahren vor allem die Fortbewegung humanoider Roboter im Mittelpunkt der chinesischen Robotik-Messe stand, rückten auf der World Robot Conference 2026 in Peking die Endeffektoren in den Fokus. Sogenannte dexterous hands, also mehrgelenkige Greifhände mit möglichst menschenähnlicher Feinmotorik, gelten inzwischen als eine der zentralen Differenzierungsmerkmale zwischen konkurrierenden Roboterplattformen.
Am Markt haben sich grob drei technologische Lager herausgebildet, die sich vor allem in Aktuatorik und Kraftübertragung unterscheiden: tendon-getriebene Systeme, die menschlichen Sehnenzügen nachempfunden sind und hohe Nachgiebigkeit bei komplexer Steuerung bieten; linear-aktuierte Konstruktionen mit robusteren, aber schwereren Antrieben pro Fingergelenk; sowie hybride Ansätze, die beide Prinzipien kombinieren, um Kompromisse zwischen Gewicht, Kraft und Präzision zu finden.
Bezug zur Halbleiterfertigung
Für die Halbleiterindustrie ist diese Entwicklung indirekt relevant: Hochauflösende Kraft- und Drucksensoren, Mikroaktuatoren sowie kompakte Motorsteuerungs-ICs, die in solchen Roboterhänden verbaut werden, benötigen fortschrittliche MEMS- und Leistungshalbleitertechnologien. Der wachsende Bedarf an präzisen taktilen Sensorarrays könnte damit auch neue Impulse für Spezialfertiger von Sensorchips liefern, auch wenn die eigentliche Wertschöpfung hier auf Systemebene und nicht im Fertigungsprozess selbst stattfindet.
Da der Beitrag primär die Robotikbranche und deren Wettbewerbslandschaft behandelt und keine spezifischen Fertigungsschritte der Halbleiterherstellung beschreibt, ordnen wir ihn keinem der Kernkapitel der Halbleiterfertigung eindeutig zu.