Wi-Fi HaLow, standardisiert als IEEE 802.11ah, arbeitet im Sub-GHz-Bereich und erreicht damit deutlich größere Reichweiten sowie eine bessere Gebäudedurchdringung als klassisches 2,4- oder 5-GHz-WLAN. Diese Eigenschaften machen den Standard interessant für IoT-Anwendungen, bei denen viele Sensoren oder Aktoren über größere Distanzen hinweg mit geringem Energiebedarf angebunden werden müssen.
Morse Micro adressiert mit den beiden neuen USB-Dongle-Referenzdesigns MM8108-RD09 und MM8108-RD17 ein praktisches Problem: Viele bestehende Host-Systeme, etwa Industriesteuerungen, Kameras oder Gateways, verfügen bereits über USB-Schnittstellen, aber nicht über eine passende Funkanbindung im Sub-GHz-Band. Statt eine komplette Neuentwicklung der Hauptplatine mit integriertem HaLow-Chipsatz zu erfordern, lässt sich die Konnektivität so nachträglich per Steckmodul ergänzen.
Aufbau und Zielanwendungen
Beide Referenzdesigns basieren auf dem MM8108-Chipsatz von Morse Micro und unterscheiden sich vor allem im Formfaktor beziehungsweise in der Antennenanbindung, um unterschiedliche Gehäusekonzepte und Montagesituationen abzudecken. Damit richten sich die Designs an Hersteller, die bestehende Produktlinien mit vergleichsweise geringem Integrationsaufwand um Sub-GHz-WLAN erweitern möchten, etwa in der Gebäudeautomation, bei Überwachungssystemen oder in industriellen Sensornetzwerken.
Durch die Bereitstellung fertiger Referenzdesigns verkürzt sich für Entwickler der Weg von der Konzeptphase zum einsatzfähigen Prototyp, da Hochfrequenz-Layout, Antennenanpassung und Treiberintegration bereits vorab gelöst wurden. Das senkt die Einstiegshürde für Wi-Fi HaLow als Alternative oder Ergänzung zu etablierten Low-Power-WAN-Technologien wie LoRa oder Zigbee.