Winstar Display, ein Hersteller von Flüssigkristallanzeigen und OLED-Modulen, verzeichnet nach eigenen Angaben eine spürbare Belebung des Geschäfts durch die anhaltende Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die Produkte des Unternehmens werden nicht in klassischen Endgeräten verbaut, sondern dienen als Anzeige- und Bedienelemente in Rechenzentren, Stromversorgungssystemen, industriellen Steuerungen, Testequipment und Halbleiterfertigungsanlagen.
Für 2026 rechnet Winstar mit einem Wachstum der KI-bezogenen Aufträge von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil KI-naher Umsätze am Gesamtgeschäft soll dabei von derzeit rund 3 bis 4 Prozent auf etwa 5 Prozent steigen. Auffällig ist, dass ein Teil der aktuellen Bestellungen bereits Lieferzeiträume bis ins Jahr 2027 umfasst, was auf eine längerfristige Planungssicherheit bei den Abnehmern hindeutet.
Displays als Nebenschauplatz der KI-Wertschöpfungskette
Der Fall zeigt exemplarisch, wie sich der aktuelle Investitionsboom in KI-Rechenzentren und die dafür nötige Halbleiterfertigung auch auf vermeintlich periphere Zulieferer auswirkt. Anzeigemodule für Monitoring- und Steuerungszwecke sind in Fertigungsanlagen, Testequipment und Energieversorgungssystemen unverzichtbare Bestandteile, auch wenn sie selbst keine Halbleiterbauelemente sind. Die steigende Nachfrage nach solchen Komponenten spiegelt damit indirekt den Ausbau von Fertigungskapazitäten und Rechenzentrumsinfrastruktur wider.