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Nachhaltiger Luftfrachttransport: Eva Air, AIT und Microsoft kooperieren

25. August 2026

Die taiwanische Fluggesellschaft Eva Air hat gemeinsam mit dem Logistikdienstleister AIT Worldwide Logistics eine Absichtserklärung unterzeichnet, um Frachtflüge für Microsoft künftig verstärkt mit nachhaltigem Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) durchzuführen. Der Treibstoff wird vom petrochemischen Unternehmen Formosa Petrochemical bereitgestellt, das in Taiwan eine der wenigen Produktionskapazitäten für SAF in Asien betreibt. Im Zentrum der Kooperation stehen Transporte von Servern, Netzwerktechnik und anderer Cloud-Infrastruktur, die Microsoft für den Ausbau seiner Rechenzentren benötigt.

Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll das Programm bereits im ersten Jahr rund 15.000 Tonnen CO2-Äquivalent einsparen. Diese Emissionen fallen in die sogenannte Scope-3-Kategorie, also indirekte Emissionen entlang der Lieferkette, die für Technologiekonzerne wie Microsoft einen wachsenden Anteil ihrer Klimabilanz ausmachen. Da ein erheblicher Teil der Halbleiter- und Serverkomponenten weltweit per Luftfracht transportiert wird, gewinnt die Dekarbonisierung dieses Transportsegments zunehmend an Bedeutung für die gesamte Elektronikbranche.

Für die Halbleiterindustrie ist die Initiative insofern relevant, als der Versand von Wafern, fertigen Chips und Systemkomponenten oft zeitkritisch per Luftfracht erfolgt, etwa zwischen Fertigungsstätten in Taiwan und Rechenzentren in den USA oder Europa. Anders als etwa in der Fertigung selbst, wo Energieeffizienz in Fabs seit Jahren im Fokus steht, geriet der Transportweg bislang seltener in den Blick der Nachhaltigkeitsstrategien großer Auftraggeber. Das Abkommen zeigt, dass Cloud-Anbieter wie Microsoft verstärkt auch diesen Teil ihrer Lieferkette adressieren, um ihre Klimaziele zu erreichen.

Quelle: DigiTimes

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