Hardware-Software Co-Design im Zeitalter der KI

15. September 2026

Hardware-Software Co-Design im Zeitalter der KI

Bild: ChatGPT

Mit dem Aufstieg KIArtificial IntelligenceKI bezeichnet Verfahren, die Aufgaben durch datengetriebene Modelle automatisieren.-spezifischer Beschleuniger und heterogener SoC-Architekturen wächst der Druck, Hardware und Software nicht mehr nacheinander, sondern parallel zu entwickeln. Die Idee des Hardware-Software Co-Designs ist nicht neu, gewinnt aber durch komplexe KIArtificial IntelligenceKI bezeichnet Verfahren, die Aufgaben durch datengetriebene Modelle automatisieren.-Workloads neue Dringlichkeit: Architekturentscheidungen wie Speicherhierarchie, Datenpfadbreite oder Interconnect-Topologie wirken sich unmittelbar auf die Effizienz von Trainings- und Inferenz-Software aus, und umgekehrt beeinflusst die Softwarearchitektur, welche Hardwareoptimierungen überhaupt sinnvoll sind.

In der Praxis stehen dem jedoch etablierte Organisationsstrukturen entgegen: Hardware- und Softwareteams arbeiten häufig mit unterschiedlichen Werkzeugen, Zeitplänen und Erfolgsmetriken. Während Chipdesigner in Zyklen von Monaten bis Jahren denken und auf RTL1. resistor-transistor logicHalbleiterbauelement beziehungsweise Transistortechnik zur elektrischen Steuerung von Strömen und Signalen.2. register transfer levelRTL bezeichnet die Register-Transfer-Ebene eines digitalen Designs.3. Register-Transfer LevelDie Beschreibungsebene legt das Verhalten einer digitalen Schaltung auf Register- und Datenpfad-Ebene fest.-Verifikation, Timing-Closure und Fertigungsfreigabe fokussiert sind, iterieren Softwareteams in Tagen oder Wochen und reagieren flexibel auf neue Modellarchitekturen. Ein echtes Co-Design erfordert daher virtuelle Prototypen, frühe Simulationsmodelle oder FPGAfield-programmable gate arrayNach der Herstellung rekonfigurierbarer Logikchip, dessen interne Verbindungen und Funktionen programmiert werden können.-basierte Emulation, um Software bereits vor dem Tape-out gegen realistische Hardwareverhalten zu testen.

Werkzeuge und Modellierungsansätze

Ein zentrales Hindernis bleibt die Verfügbarkeit belastbarer, ausreichend genauer Performance- und Energiemodelle für neue Architekturen, die noch nicht als Silizium existieren. Ansätze wie Transaction-Level-Modeling, digitale Zwillinge des Chips oder Co-Simulationsumgebungen, die Compiler, Laufzeitsysteme und Hardware-Beschreibungssprachen verzahnen, sollen diese Lücke schließen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Domain-Specific-Compilern, die Software direkt auf die Eigenheiten einer bestimmten Beschleunigerarchitektur abbilden und so einen Teil der Optimierungsarbeit automatisieren.

Letztlich geht es darum, den klassischen linearen Entwicklungsfluss durch einen iterativen Prozess zu ersetzen, in dem Architekturentscheidungen kontinuierlich anhand realer Softwareanforderungen validiert werden. Für die Halbleiterindustrie bedeutet das nicht nur neue Tool-Investitionen, sondern auch einen kulturellen Wandel hin zu interdisziplinären Teams, die Hardware- und Softwareexpertise von Beginn an zusammenführen.

Quelle: Semiconductor Engineering

Hintergrund dazu: Digitaltechnik

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