Infineon erweitert seine PSOC-Control-Familie um die C3 Performance Line, eine neue Mikrocontroller-Reihe für anspruchsvolle Echtzeit-Steuerungsanwendungen. Zielmärkte sind unter anderem Motorsteuerungen, industrielle Automatisierung und Leistungswandler, bei denen präzises Timing und deterministisches Verhalten entscheidend sind. Die Bausteine setzen auf eine Kombination aus schnellen Rechenkernen und dedizierten Peripherieeinheiten, um Regelalgorithmen mit hoher Taktrate und geringer Latenz auszuführen.
Ein zentrales Merkmal der neuen Serie ist die integrierte Unterstützung für Post-Quanten-Kryptografie (PQC). Da klassische Verschlüsselungsverfahren wie RSAthermal resistance to ambientBeschreibt den thermischen Widerstand eines Bauteils zur Umgebung. oder ECCerror control codingZusätzliche Kodierung von Daten, um Übertragungs- oder Speicherfehler erkennen beziehungsweise korrigieren zu können. durch zukünftige Quantencomputer angreifbar werden könnten, setzen immer mehr Hersteller auf quantenresistente Algorithmen, die bereits heute in Hardware verankert werden. Infineon positioniert die C3 Performance Line damit als zukunftssichere Lösung für Systeme, die über viele Jahre im Feld verbleiben und deren kryptografische Absicherung nicht nachträglich austauschbar ist.
Bedeutung für Embedded-Sicherheit
Die Integration von PQC direkt auf Mikrocontroller-Ebene erlaubt es, sichere Bootprozesse, Firmware-Updates und Kommunikationsprotokolle bereits während der Produktentwicklung robust gegen zukünftige Bedrohungsszenarien auszulegen. Für Hersteller von Industrieanlagen und Antriebssystemen bedeutet dies, dass sicherheitskritische Steuerungen nicht separat nachgerüstet werden müssen, sondern von Anfang an mit einem höheren Schutzniveau ausgestattet sind. Damit reagiert Infineon auf wachsende regulatorische und kundenseitige Anforderungen an langfristige Cybersicherheit in vernetzten Steuerungssystemen.