GlobalFoundries soll zwei neue Halbleiterfabriken in New York bauen und betreiben, die von Japan finanziert werden. Der Deal im Volumen von 21 Milliarden US-Dollar setzt auf ein ungewöhnliches Modell: Staatliche Akteure übernehmen Eigentum an der Fabrik und den Produktionsanlagen, während GlobalFoundries die Werke errichtet und den laufenden Betrieb führt.
Für den Fertiger bedeutet das vor allem zusätzlichen Ausstoß ohne den üblichen Kapitaleinsatz für neue Fabs. Statt die Anlagen selbst zu finanzieren, wird Kapazität bereitgestellt und über den Betreibervertrag vergütet. Damit erweitert GlobalFoundries seine Präsenz in den USA, ohne den kompletten Investitionsblock auf die eigene Bilanz nehmen zu müssen.
Auf japanischer Seite ist das Vorhaben Teil eines größeren US-Investitionsversprechens im Umfang von 550 Milliarden US-Dollar. Ein Teil dieser Summe soll in Lieferfähigkeit für japanische Chipunternehmen und in Arbeit für japanische Werkzeughersteller fließen. Das Projekt verbindet damit Industriepolitik, Fertigungskapazität und Ausrüstungsnachfrage in einem einzigen Rahmen.
Für Anbieter im Bereich reifer Prozessknoten ist die Entscheidung besonders relevant, weil damit eine große, staatlich gestützte Kapazitätsquelle auf US-Boden entsteht. In diesem Segment verschärft sich damit der Wettbewerb um Kunden, die ihre Lieferketten breiter absichern wollen.