Infineon-Leistungshalbleiter im Nancy Grace Roman Space Telescope im Einsatz

16. September 2026

Infineon-Leistungshalbleiter im Nancy Grace Roman Space Telescope im Einsatz

Bild: ChatGPT

Mit dem Start des Nancy Grace Roman Space Telescope kommt erneut Halbleitertechnik von Infineon im Weltraum zum Einsatz. Das Unternehmen liefert sogenannte HiRel-Bauelemente, also hochzuverlässige Leistungshalbleiter, die speziell für die extremen Bedingungen der Raumfahrt qualifiziert sind. Dazu zählen starke Temperaturschwankungen, Vakuum sowie kosmische Strahlung, die in irdischen Anwendungen keine Rolle spielt.

Strahlungshärte als zentrale Anforderung

Anders als kommerzielle Halbleiter müssen HiRel-Bauteile gegen Einzelereignis-Effekte wie Latch-up oder Burnout geschützt sein, die durch hochenergetische Teilchen ausgelöst werden können. Infineon setzt dafür auf angepasste Chipdesigns, spezielle Fertigungsprozesse sowie umfangreiche Testverfahren, die weit über die Anforderungen klassischer Automotive- oder Industriequalifikation hinausgehen. Im Roman-Teleskop übernehmen die Bauelemente Aufgaben in der Leistungswandlung und Spannungsversorgung kritischer Subsysteme.

Das Teleskop selbst soll in den kommenden Jahren große Himmelsbereiche mit einem sehr weiten Sichtfeld beobachten und dabei unter anderem Dunkle Energie sowie Exoplaneten untersuchen. Die zuverlässige Stromversorgung ist dabei eine Grundvoraussetzung für den jahrelangen Betrieb ohne Wartungsmöglichkeit vor Ort. Ausfälle einzelner Leistungsbauteile könnten ganze Missionsphasen gefährden, weshalb Redundanz und Bauteilqualität hier besonders hohe Priorität genießen.

Für Infineon ist der Einsatz ein weiterer Beleg für die Rolle spezialisierter Halbleiterfertigung abseits des Massenmarkts. Während Konsumgüter- und Automotive-Chips auf Skaleneffekte und Kosten optimiert werden, zählt in der Raumfahrt vor allem nachgewiesene Langzeitzuverlässigkeit unter widrigsten Bedingungen.

Quelle: Infineon

Hintergrund dazu: Zuverlässigkeit

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