STMicroelectronics hat eine neue Sensorfamilie für Automotive-Sicherheitsanwendungen vorgestellt, die aktive und passive Schutzfunktionen über unterschiedliche Fahrzeugklassen hinweg verfügbar machen soll. Im Mittelpunkt stehen kombinierte Bausteine, die mehrachsige Beschleunigungssensoren und Gyroskope in einem einzigen Package vereinen und damit eine gemeinsame Plattform für OEMoriginal equipment manufacturers und Tier-1-Zulieferer schaffen.
Die Produkte adressieren Anwendungen wie Crashschutz, Überschlagsdetektion, Airbag-Auslösung, Fahrstabilitätsregelung und die Stabilisierung von Radarstrahlen. ST ordnet die Sensoren als Grundlage ein, um fortgeschrittene Sicherheits- und Fahrerassistenzfunktionen nicht nur in Premiumfahrzeugen, sondern auch im Massenmarkt zu unterstützen.
Neu sind vier Varianten: NCS1012BAEP mit z-Achsen-Drehratensensor und xy-Low-g-Beschleunigungssensor, NCS1012CAEP mit x-Achsen-Drehratensensor und yz-Low-g-Beschleunigungssensor, NCS1012EAEP mit x-Achsen-Drehratensensor und xy-Medium-g-Beschleunigungssensor sowie NCS10135AEP mit z-Achsen-Drehratensensor und xyz-Low-g-Beschleunigungssensor. Die Produkte sind die ersten Mass-Market-Ausführungen nach der Übernahme des Automotive- und Industrial-MEMS1. microelectromechanical system2. micromachines3. microelectromechanical systemsMEMS beschreibt mikromechanische Strukturen auf einem Chip.-Sensorgeschäfts von NXP Anfang 2026.
Technisch integrieren die Kombinationssensoren einen Multi-Axis-Accelerometer und ein Gyroskop in einem ISO-26262-konformen Baustein mit interner Diagnostik. Alle Sensoren unterstützen SafeSPI, also eine serielle Schnittstelle für Automotive-Sicherheitsanwendungen, über die Sensordaten unabhängig überwacht werden können.
Die Drehratensensoren bieten Full-Scale-Bereiche von ±125 dps, ±250 dps oder ±350 dps und sind für geringe Offsetwerte mit niedriger Drift über den Temperaturbereich von −40 °C bis +105 °C ausgelegt. Ein Tiefpassfilter ist integriert; die 3-dB-Grenzfrequenz lässt sich zwischen 12,5 Hz und 400 Hz wählen. Zusätzlich steht ein optionaler einpoliger Hochpassfilter mit schnellem Anlauf zur Verfügung.
Bei den Beschleunigungssensoren reicht der nominelle Full-Scale-Bereich der Low-g-Versionen von ±1,50 g bis ±34 g, während die Medium-g-Ausführungen von ±15,5 g bis ±150 g spezifiziert sind. Letztere besitzen einen separaten Signalpfad zur Rauschminimierung, ebenfalls niedrigen Offset mit geringer Drift sowie einen integrierten Tiefpassfilter.
Die vier Sensoren sind ab sofort in Produktion und werden in einem 24-Pin-QFN-Gehäuse mit den Abmessungen 6 mm × 6 mm × 1,90 mm angeboten. Wettable flanks sollen die optische Inspektion nach Anforderungen der Automobilindustrie erleichtern. Anfragen für Muster und Preisangaben laufen über den Vertrieb von STMicroelectronics.